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Rechte und Pflichten bei Prüfungen

Deine Rechte und Pflichten beim Ablegen von Prüfungen sind natürlich wichtig. Daher haben wir einige wichtige Informationen einmal zusammen gefasst.

Kopieren und Ablichtungen von Prüfungen
Grundsätzlich ist das Kopieren und Ablichten von Prüfungen im Rahmen der Einsichtnahme erlaubt und nur aufgrund entsprechender Bestimmungen der Hochschulprüfungsordnung zu verwehren.
Diese Erlaubnis liegt grundsätzlich daher vor, da Studierenden die Möglichkeit gegeben werden muss, eine fehlerhafte Korrektur rechlich rügen zu können. Unter sachlich gerechtfertigten Gründen (dieser muss auch in der Regelung angegeben werden) kann dies aber ausgesetzt werden. Im Informationsschreiben des Ministeriums steht aber auch wörtlich: "Dass die Prüfungsaufgabe bei einer späteren Prüfung erneut herangezogen werden soll, ist dabei nicht ausreichend."¹

Smartphones etc. in Klausuren
Laut den Bestimmungen der Augsburger Prüfungsordnung "stellt die Nutzung eines Smartphones, einer Smartwatch oder ähnliches in einer Prüfung eine Täuschung im Sinne der Benutzung eines nicht zugelassenen Hilfsmittels dar."² - Es dürfen also keine Smartphones, Smartwatches oder ähnliche Geräte in Prüfungen genutzt werden.
Außerdem stellt bereits das "bloße Mitführen von solchen Gegenständen eine Täuschung dar [...]"². - Man sollte also auch keine solchen Geräte bei sich führen. Allerdings kann Studierenden das Bestehen einer Prüfung nur dann verwehrt werden, wenn das Verbot von diesen Geräten zu Beginn dieser Prüfung auch unmissverständlich kommuniziert wurde.

Gestaltung von Prüfungen
Es soll laut einem Ministerialschreiben¹ darauf hingewirkt werden, dass durch die Gestaltung der Module und deren Prüfungen eine flexiblere Studiengestaltung, unmittelbare Erfolgskontrolle und damit einhergehend eine Enlastung der Studierenden zustande kommt. Daher sind die Qualifikationsziele der Module auf zusammengefasste Stoffgebiete zu definieren, die in der Regel als Einheit (= eine Prüfung) abprüfbar sind.

Anrechnungen von Studienleistungen
Bei der Anrechnung von Studienleistungen muss auf eine Gleichwertigkeit (Inhalt, Umfang und Anforderungen hinsichtlich Kompetenzziele) geachtet werden. Dies ist von einer Gleichartigkeit (schematisch-strukturell) abzugrenzen.
Für Anrechnungen aus dem Ausland gilt, dass sie in der Regel anzuerkennen sind, da hier eine Beweislastumkehr zum Tragen kommt.

Quellen:
[1]
Rundschreiben des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst vom 29.10.2009 - "Weiterentwicklung des Bologna-Prozesses insbesondere Prüfungsrecht"
[2]
Rundschreiben der Universität Augsburg vom 3. August 2015 - "Mitführen nicht zugelassener Hilfsmittel - hier: Behandlung von Smartphones, Handys, Smartwatches und ähnlichen Geräten"