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Thementag an der Uni Augsburg

poster - conflict in the mobile


Dienstag, 7. Oktober 2014:

Conflict in the Mobile?!?

Öl, Diamanten, Gold und seit jüngerer Zeit auch Coltan - gefühlt wird in der medialen Berichterstattung immer häufiger über Ressourcenkonflikte gesprochen. Besonders Wolfram, Zinn, Gold und besagtes Coltan finden unter dem Schlagwort ‚Konfliktrohstoffe‘ verstärkt Aufmerksamkeit.
In der Berichterstattung fehlt oftmals die Erläuterung, was diese Stoffe zu Konfliktrohstoffen macht und welche Probleme sich hinter den Konflikten verbergen. Ein Beispiel hierfür ist der Coltan-Abbau in der Demokratischen Republik Kongo, durch den Rebellen ihre militärischen Aktivitäten finanzieren.
So zeigt der Dokumentarfilm Blood in the mobile des dänischen Regisseurs Frank P. Poulsen einerseits die Situation in der DR Kongo und andererseits konfrontiert Poulsen darin Nokia damit, dass sie womöglich Rohstoffe verarbeiten, deren Abbau den Bürgerkrieg in der DR Kongo aufrecht erhält.

Der Thementag Conflict in the Mobile?!? lädt dazu ein, sich mit dem Thema der Konfliktrohstoffe auseinanderzusetzen und mehr über die Hintergründe zu erfahren.
Um welche Ressourcen gibt es Konflikte? Woher kommen diese Ressourcen? Welche Rolle spielt die mediale Berichterstattung.

Diese Fragen werden in zwei Veranstaltungen am Dienstag, den 07.10.2014 an der Uni Augsburg aufgegriffen, zu denen der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) und der Alumniverein Sozialwissenschaftliche Konfliktforschung Augsburg (ASKA) ganz herzlich einladen.


Workshop: „Wie viel Konflikt steckt in deinem Handy?“
Zeit: 15 bis 17 Uhr
Raum: Jura H 1011B

Es wird interdisziplinär beleuchtet, ob - und wenn ja - wie viel Konflikt in deinem Handy steckt.
Dabei wird Dr. Volker Zepf vom Wissenschaftszentrum Umwelt (WZU) der Uni Augsburg erläutern, welche Stoffe „kritisch“ sind. Als Anschauungsbeispiel werden Handys zerlegt, um zu zeigen, wie viel von diesen Stoffen enthalten ist und welche Funktion(en) sie erfüllen. Dazu werden Hinweise geben, wie man selbst die entscheidenden Informationen für sein spezifisches Handy erhalten kann.
Anschließend wird es die Möglichkeit geben, in Gruppen im Rahmen einer Konfliktanalyse herauszuarbeiten, welche Akteure in der Wertschöpfungskette involviert sind und wo mögliche Konflikte auftreten können.


Film und Diskussion: „Blood in the Mobile“ von F.P. Poulsen
Beginn: 19:15 Uhr
Raum: Hörsaal 3 Gebäude C

Zunächst wird die etwa dreißigminütige Kurzversion des Films Blood in the mobile gezeigt, welche die Verknüpfung von Konfliktrohstoffen und Mobiltelefonen kritisch betrachtet.
Daran schließt eine offene Diskussion an, in der einerseits die Inhalte der Dokumentation und andererseits die Wirkung dieser perspektivischen Darstellung diskutiert werden.

Diskussionsteilnehmer:
Dr. Andreas Bock (Professur für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Internationale Not- und Katastrophenhilfe an der Akkon-Hochschule für Humanwissenschaften Berlin)
Andreas Manhart (Öko-Institut e.V. Institut für angewandte Ökologie)
Sebastian Purwins (Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Humangeographie, Uni Augsburg)