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07.12.16 Pressemitteilung "Das Sprachenzentrum zieht um"


Augsburg, 7.12.16


Das Sprachenzentrum zieht um
Zwischen dem Sommersemester 2017 und dem Wintersemester 2017/18 soll das Sprachenzentrum aus dem Verwaltungsgebäude ausziehen, um unter anderem Platz für die Verwaltung der neu gegründeten medizinischen Fakultät zu schaffen. Der neue Standort wird noch diskutiert, doch der wahrscheinlichste Kandidat ist der Sigma-Park, der nach Ansicht der Universitätsleitung unter den Gesichtspunkten einer Kosten-Nutzen-Bilanz am besten abschneidet.


Weitreichende Konsequenzen für den Alltag der Studierenden
Der Nachteil für die Studierenden ist dabei vor allem die längere Pendelzeit für Sprachkurse, die sich negativ auf die Freiheit der Stundenplangestaltung auswirkt. Diese gestaltet sich durch das eingeschränkte Angebot an Sprachkursen bereits kompliziert. Arbeitende Studierende sind davon besonders betroffen und benachteiligt. Einen weiteren Nachteil stellt die Beeinträchtigung der Lehrqualität durch häufiges Zuspätkommen dar. Der Fußweg zum Sigma-Park ist in den 15-minütigen Pausen zwischen den Lehrveranstaltungen nicht zu schaffen, von Studierenden mit körperlichen Beeinträchtigungen gar nicht zu reden. Wird eine Lehrveranstaltung nur leicht
überzogen, ergibt sich daraus eine fatale Kettenreaktion. Außerdem muss berücksichtigt werden, dass durch die Auslagerung der Büros des Sprachenzentrums die Kommunikation zwischen den zentralen Einrichtungen der Universität stark beeinträchtigt wird.


Vorgeschobener Grund: Die medizinische Fakultät braucht Platz
Auch wenn es noch keinen Beschluss zum Umzug gibt und noch Möglichkeiten geprüft werden, wird der Sigma-Park als die optimale Lösung dargestellt, die allein den zukünftigen Bedürfnissen des Sprachenzentrums und der Universität gerecht werden und die weitere Entfaltung gewährleisten kann. Diese Darstellung widerspricht allerdings in einigen Punkten der Realität. Zum einen ist die schleichende räumliche Erosion und die schlechte Ausstattung des Sprachenzentrums keine neue Information, die man erst in diesem Jahr erkannt hat und daraufhin handelt. Tatsächlich kämpfen Studierendenvertreter*innen der Universität Augsburg schon seit Jahren für mehr Räume für das Sprachenzentrum und das Gebäude Y wurde als Lösung des Problems angepriesen. Nun wird dieses Gebäude als völlig inadäquat für die Bedürfnisse des Sprachenzentrums dargestellt, was doch die Frage aufwirft, wofür man es gebaut hat und warum man mit diesem Gebäude versucht hat, die Sorgen der Studierenden zu beschwichtigen. Die Universitätsleitung versucht ihre jahrelange Untätigkeit in Bezug auf die räumliche Not des Sprachenzentrums zu verschleiern, indem sie zeitliche Not durch die Neugründung der medizinischen Fakultät vorschiebt, um die Entscheidung über den Umzug übers Knie zu brechen. Dies versuchen sie hinter dem Rücken der Studierenden, der Fakultäten und der Mitarbeiter*innen des Sprachenzentrums durchzudrücken und die Studierendenvertretung wird das nicht schweigend akzeptieren. Wir fordern daher die Universitätsleitung auf, die Verwaltung der medizinischen Fakultät nicht als Vorschub zu nutzen, eine Entscheidung zu treffen, die langfristig negative Konsequenzen für die Studierenden und die Lehre haben wird.

Meldung vom 08.12.2016