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07.12.16 Pressemitteilung zum Festakt zur Gründung der medizinischen Fakultät an der Universität Augsburg


Studierende beim Festakt zur Gründung der Medizinischen Fakultät außen vor

Am Freitag, den 02.12.16, fand an der Universität Augsburg der feierliche Festakt zur Gründung der Medizinischen Fakultät statt.

Die Rede des Ministerpräsidenten Horst Seehofer wurde durch Studierende unterbrochen, die ihrem Ärger über die Flüchtlingspolitik der CSU Luft machten. Dabei wurde sehr deutlich, dass zwar „Meinungsfreiheit“ toleriert wird, doch diese nicht sonderlich erwünscht ist. Die Flyer, die von den Protestierenden verteilt wurden und in denen sie die Flüchtlingspolitik und besonders Horst Seehofers Rolle im Diskurs kritisierten, wurden von Mitarbeiter*innen der Veranstaltung beschlagnahmt und vernichtet. Außerdem wurde der Ton der Livestream-Übertragung der Veranstaltung während der Protestaktion herunter gedreht und auf eine Kameraeinstellung gewechselt, von der aus die Protestierenden nicht gesehen werden konnten. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurden sachgrundlose Personendurchsuchungen und unbegründete Platzverweise durch die Polizei durchgeführt, die ausschließlich auf Studierende abzielten. In mindestens zwei Fällen wurden ungerechtfertigt Hausverbote gegenüber gewählten Studierendenvertreter*innen ausgesprochen. Die Studierendenvertretung sieht darin völlig unverhältnismäßige Maßnahmen der mit der Sicherheit betrauten Personen. Dies machte sehr deutlich, dass die Studierenden nicht willkommen waren, obwohl doch vorrangig ihnen das neue Studienangebot zu Gute kommen soll.

Rund 650 geladene Gäste aus Medizin, Politik und Wirtschaft nahmen an der feierlichen Veranstaltung teil. In den Reden von Universitätspräsidentin Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel, Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl und Ministerpräsident Horst Seehofer wurde die Realisierung dieses Jahrhundertprojekts gelobt. Das festliche Rahmenprogramm wurde durch die beiden Musiker Prof. Linus Roth und José Gallardo abgerundet. Die Zulassung einer größeren Anzahl von Studierendenvertreter*innen im Hauptsaal seitens der Universität wäre ein schönes Zeichen für diesen festlichen Anlass gewesen. Stattdessen wurden die meisten gewählten Vertreter*innen auf die Übertragung in den Neben-Hörsälen verwiesen und auch in den Redebeiträgen nicht adressiert.

Meldung vom 08.12.2016