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Pressemitteilung: Studierende sprechen sich gegen Prisma aus


Die studentische Vollversammlung entscheidet sich gegen das Haus der Studierenden. Der Sprecherrat schließt sich dem Votum an.

Die politische Brisanz des Projekts „Prisma – Kultur. Begegnung. Vielfalt.“ und der damit verbundenen Baumaßnahme, die aus Studiengebühren finanziert werden sollte, war der versammelten Studierendenschaft der Uni Augsburg von Beginn an bewusst. Über dreieinhalb Stunden wurde das vom studentischen Sprecherrat innerhalb einer Projektgruppe entwickelte Projekt vorgestellt und diskutiert. „Hervorzuheben ist dabei die überwiegend konstruktive und sachliche Diskussionsführung“, so Sprecherrat Kevin Ansorg.

Am Ende stand die Entscheidung, das Projekt Prisma nicht umzusetzen. Eine relativ deutliche Mehrheit von etwa 60% sprach sich gegen eine Verwendung der Restmittel aus Studiengebühren für das Bauvorhaben aus. “Zwar sehen wir es durchaus mit einem weinenden Auge, das Projekt nun aufgeben zu müssen, doch gehört es zu unserem demokratischen Selbstverständnis, das Votum der Vollversammlung anzunehmen, auch wenn das Quorum zur Beschlussfähigkeit knapp nicht erreicht wurde.“, so Sprecherrätin Corinne Ivanova. Das Haus der Studierenden, finanziert aus Studiengebühren, wird es damit in Augsburg nicht geben.

Eine wichtige Erkenntnis für den Sprecherrat war, dass die Studierenden das Geld aber durchaus zur Verbesserung der Studienbedingungen ausgegeben sehen wollen. Dies verdeutlichte ein weiterer Beschlussantrag aus dem Plenum: Das Geld soll zeitnah ausgegeben werden, so dass die Studierenden davon profitieren können. Eine Baumaßnahme, welche die Studienbedingungen erst verbessern würde wenn sie fertig wäre, wird also deutlich abgelehnt. Der Sprecherrat der Studierenden und die Universitätsleitung sind deshalb dazu angehalten, nach einer sinnvollen und adäquaten Verwendung der Mittel zur Verbesserung der Studienbedingungen zu suchen. „Ist eine Verwendung der Mittel im gesetzlichen Rahmen nicht möglich, müssen die Studiengebühren gesenkt werden.“, so Sprecherrat Felix Senner.

„Darüber hinaus setzen die Studierenden der Uni Augsburg ein positives Signal. In Augsburg ist man politisch interessiert und engagiert.“

Damit ist die Idee eines Studierendenhauses in Augsburg erst einmal passé. Die Restmittel stellen weiterhin ein großes Problem für die Hochschulpolitik dar.

Der studentische Sprecherrat der Universität Augsburg
sprecher@asta.uni-augsburg.de
0821 598 5168

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Meldung vom 08.12.2011