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Filmreihe: Bewusstsein Wecken - Kino zum Denken


Vergangene Vorstellungen: 

und dann der regen - poster

22.6.2016
„und dann der Regen“

um 20:15 Uhr in Hörsaal 1
Eintritt frei

Info:
Der junge spanische Regisseur Sebastián, idealistisch und filmbesessen, will den großen, wahrhaftigen Film über Kolumbus drehen: nicht den heroischen Entdecker zeigen, sondern die brutale Eroberung eines Kontinents, die Gier nach Gold, die Ermordung und Versklavung der indianischen Bevölkerung, ihren Widerstand.

Weil das Budget äußerst knapp ist, hat Sebastiáns Produzent Costa das bolivianische Cochabamba als Drehort ausgewählt. Das liegt zwar in den Anden, weit entfernt von der Karibik, dem historischen Ankunftsort von Kolumbus. Aber die Produktionskosten sind äußerst günstig, sogar die Gagen der indianischen Statisten für die spektakulären Massenszenen kann man sich hier leisten.

Die Dreharbeiten laufen ausgezeichnet, bis in Cochabamba soziale Unruhen ausbrechen. Die Wasserversorgung der Region wurde an einen internationalen Konzern verkauft, der nach rigorosen Preiserhöhungen nun sogar das Auffangen von Regenwasser untersagt hat. Die Proteste der lokalen Bevölkerung eskalieren zum offenen Aufstand.

Die spanische Filmcrew um Sebastián und Costa kann den aktuellen Konflikten nicht ausweichen: Ausgerechnet ihr indianischer Hauptdarsteller Daniel ist einer der Anführer des Wasseraufstands.

Findet in Zusammenarbeit mit dem Unikino statt.

 

Trailer:
http://und-dann-der-regen.piffl-medien.de/


8.6.2016
„Voll verzuckert – That Sugar Film“

um 19:30 Uhr im Hörsaal 3
Eintritt Frei

voll verzuckert

Gäste:

Bianca Meraner (Dipl.-Oecotroph.) - Ernährungsberaterin, München
Natalie Rosenke, 1. Vorsitzende der Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung, Berlin

Info:
Durch ein gewagtes Selbstexperiment zeigt Damon Gameau in dem Film „Voll verzuckert – That Sugar Film“, wie sich vermeintlich gesunde Lebensmittel auf den Körper auswirken. Wie im Titel bereits erwähnt, spielt der Zucker dabei eine zentrale Rolle. In zwei zusammengehörenden Experimenten vergleicht er, wie sich Zucker im menschlichen Körper bemerkbar macht. Denn nachdem er drei Jahre lang ohne Zucker lebt, verschreibt er sich nun einer zweimonatigen Zuckerdiät. Jeden Tag nimmt er 40 Teelöffel Zucker zu sich. Das jedoch in Form angeblich gesunder Lebensmittel: Müsli, Fruchtriegel, Säfte und Smoothies oder auch der fettarme Joghurt – sie alle verbindet die in der öffentlichen Wahrnehmung positive, gesunde Konnotation. Gameau nimmt sich das zum Anlass, um mit diesen Mythen aufzuräumen. Unter medizinischer Überwachung beginnt er seine spezielle Diät, und schnell zeigen sich erste Ergebnisse. Die Wissenschaftler und Ernährungsexperten verzeichnen schnell eine negative gesundheitliche Entwicklung Damons. Im Laufe des Films führt Damon auch in Gespräche und Interviews mit Fachleuten, Vertretern der Lebensmittelindustrie und auch Zuckergeschädigten.

Trailer:
http://www.vollverzuckert-thatsugarfilm.de/

3.5.2016
„Blut muss Fließen – Undercover unter Nazis“

um 19:15 Uhr im Hörsaal 2
Eintritt Frei

Gäste:

Peter Ohlendorf: Regisseur und Autor des Films Blut muss fließen

Ulrike Bahr: Mitglied des Deutschen Bundestages, SPD Augsburg. Unter anderem Mitglied in der AG Strategien gegen Rechtsextremismus der SPD Bundestagsfraktion

Max Makovec: Diplom Soziologe und Doktorand an der Universität Augsburg. Dissertation zum Thema Die diskursive Beschaffenheit von

Rechtsextremismus und Rechtspopulismus

poster blut muss fliessen1

Info:  „
„Blut muss fließen, knüppelhageldick, und wir scheißen auf die Freiheit dieser Judenrepublik”, schreit der Sänger von der Bühne. Dutzende kahlrasierte Skinheads grölen mit und heben den Arm zum Hitlergruß. Szenen eines Neonazikonzertes, irgendwo in der deutschen Provinz, gefilmt mit versteckter Kamera von „Thomas Kuban“ (Pseudonym), der zum eigenen Schutz nicht erkennbar gezeigt wird. Solche Konzerte werden an geheim gehaltenen Orten durch das verbotene Netzwerk Blood and Honour, Division 28, aber auch der NPD und deren Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten organisiert, oft im Vorfeld oder als Abschluss von Neonazi-Aufmärschen.
Der Dokumentarfilm von Peter Ohlendorf zeigt die Recherchen des „Thomas Kuban“, die gesellschaftlichen Hintergründe der Rechtsrock-Konzerte, kritisiert Sicherheitsbehörden, die selten einschreiten und die politische Wirkung dieser Begleitmusik zu Mord und Totschlag relativieren, stellt aber auch Bürgerinitiativen vor, die sich erfolgreich gegen Neonazi-Konzerte wehren.

Trailer: www.filmfaktum.de/de/der-film-blut-muss-fliessen.html

28.1.2016
„Triumph des guten Willens“
von Mikko Linnemann
um 19:30 Uhr im Hörsaal 2
Eintritt Frei

Gast: Mikko Linnemann, Buch, Regie, Schnitt, Produktion

Info: „Triumph des guten Willens“ setzt sich filmisch mit den Texten des Publizisten Eike Geisel auseinander. Im Zentrum stehen Geisels Kritiken an der deutschen Erinnerungspolitik und seine These über die "Wiedergutwerdung der Deutschen".
Texte Geisels aus den 1990er Jahren unter anderem über die Neue Wache und das Holocaust-Mahnmal kontrastieren die heutigen Bilder der beschriebenen Gedenkstätten. Sie zeigen eine Normalität, die es eigentlich nicht geben dürfte. Zudem analysieren ausführliche Interviews mit Alex Feuerherdt, Klaus Bittermann, Hermann L. Gremliza und Henryk M. Broder Geisels Thesen in Hinblick auf die gesellschaftlichen Verhältnisse heute.
Von der politischen Biografie Eike Geisels ausgehend, zeichnet Triumph des guten Willens ein Bild linker Debatten der letzten Jahrzehnte und fragt schließlich nach der Möglichkeit von Kritik in unmöglichen Zeiten.

Trailer: www.gegenfeuer-produktionen.de


tdgw - poster


22.10.2014
„The Halfmoon Files“ von Philip Scheffner
Diskussion zum Thema: Forschungsethik und "Epistemische Gewalt"
um 19:15 Uhr im Hörsaal 4
Eintritt Frei

Gäste:
Ina Jeske, Lehrstuhl für Europäische Ethnologie/Volkskunde Universität Augsburg
Sophia Dafinger, Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte Universität Augsburg

Infos zum Film:
Der Film dreht sich um ein Kriegsgefangenenlager in Deutschland während des Ersten Weltkrieges, in welchem sich vor allem muslimische Kolonialsoldaten befanden, die in diesem Lager zum Übertritt   an   die   Seite   Deutschlands   bzw.   des   Osmanischen   Reiches   bewegt   werden   sollten.
Des Weiteren werden die Soldaten in diesem Lager zunehmend zum Objekt wissenschaftlichen Interesses für deutsche Wissenschaftler. Die "exotischen" Kriegsgefangenen werden Gegenstand von verschiedenen wissenschaftlichen Studien.

Infos zur Diskussion:
"Epistemische Gewalt": Mit diesem Begriff kann man der Frage nachgehen, inwiefern Wissens- und Forschungspraktiken   selbst   in   einem   Zusammenhang   mit   politischen   Gewalt-,   Macht-   und Herrschaftsverhältnissen stehen.
Wie wird in verschiedenen Forschungsdisziplinen heute Forschungsmaterial erhoben und damit umgegangen? Wir wurden bzw. werden Forschungsergebnisse genutzt?

Trailer: http://halfmoonfiles.de/de/4/film/home

poster halfmoon files


 24.6.2014
„Live and let live“ von Marc Pierschel
um 19:15 Uhr im Hörsaal 1
Eintritt Frei

Gast: Marc Pierschel (via Skype), Regisseur des Films

Special: Free Fingerfood

Info: Ein Dokumentarfilm über unser Verhältnis zu Tieren, die Geschichte des Veganismus und die ethischen, ökologischen und gesundheitlichen Hintergründe, die die Menschen dazu bewegen, vegan zu leben.

Trailer: http://www.letlivefilm.com/

live and let live - poster mit gast-1


11.6.2014
„Frohes Schaffen“ von Konstantin Faigle
um 19:15 Uhr im Hörsaal 1
Eintritt Frei

Gast: Norbert Trenkle, Interviewpartner im Film. Er ist Redakteur der gesellschaftstheoretischen Zeitschrift Krisis (www.krisis.org) und Co-Autor des Manifests gegen die Arbeit.

Info: Ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral.

Der moderne aufgeklärte Mensch ist nicht frei von Irrglauben und geistigem Zwang. Er hat längst einen anderen Gott erwählt: Die Arbeit. Arbeit ist eine Sucht, ein Fetisch, ein Mantra, das uns tagtäglich umgibt. Sie ist zugleich Sicherheit, Selbstbestätigung und Existenzberechtigung. In Zeiten von Wirtschaftskrise und rasantem Arbeitsplatzabbau hinterfragt die  Doku-Fiktion diesen „heiligen“ Lebenssinn der Arbeit. 

Trailer: www.frohesschaffen.wfilm.de/

frohes schaffen - poster small

  

28.5.2014 
„Alphabet“ von Erwin Wagenhofer
um 19:15 Uhr im Hörsaal 1
Eintritt Frei
                                                                            

Gäste: Gerlinde Rüdinger-Wagner, Alexander Wiedemann und Monika Wernz. Gründungsteam des Vereins Sudbury München. Dieser hat mit der Sudbury Schule Ammersee die erste demokratische Schule in Bayern eröffnet. 

Info: Nach We Feed the World und Let's Make Money legt der österreichische Regisseur Erwin Wagenhofer den dritten Part seiner gesellschaftskritischen Trilogie, dieses Mal über unser marodes Bildungssystem vor. Er zeigt drastisch auf, wie das kreative und geistige Potenzial der Schüler bereits im Kindesalter systematisch und kontinuierlich minimiert wird. Sein ernüchterndes Fazit: Bei der Geburt sind 98% aller Menschen hochbegabt. Nach der Schule sind es nur mehr 2%.

Trailerhttp://www.alphabet-film.com/

Kino zum Denken Plakat